Forum
Remote-Regeln, Mental Health und Eigenverantwortung

Wege zum Healthy Workplace Teil 2

In diesem zweiten Teil wollen wir nun die Konsequenzen, Innovationen und Handlungsempfehlungen erörtern, die die Pandemie nötig macht.
Joppich & Rieckhoff stellen dazu fest:

Post Corona – zurück ins Büro: sicher sein und sich sicher fühlen

Büros mussten noch nie dazu beitragen, die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen, aber die Menschen sind jetzt für Pandemien sensibilisiert. Sie werden ihre Entscheidungen darüber, wo sie arbeiten, auf der Grundlage neuer Sicherheitsstandards treffen, um die Übertragung im Büro zu verhindern, genauso wie sie Sicherheitsstandards für Dinge wie Brände oder Stolperfallen erwarten. Unternehmen können den Arbeitsplatz noch sicherer machen, indem sie die bauliche Umgebung bewusst so gestalten, dass die Übertragung von Krankheiten eingedämmt wird. Das Verständnis, wie sich Krankheitserreger durch eine Umgebung bewegen, wird Unternehmen helfen, neue systemische Strategien zu entwickeln, um Infektionen am Arbeitsplatz zu verhindern.
CSMM-Geschäftsführer Timo Brehme benennt die Herausforderungen und betont zugleich die Chancen, die sich aus dem durch die Pandemie entstandenen Wandel ergäben. In einigen Fällen hätte diese aus seiner Sicht eher die Umsetzung verschiedener Richtlinien und Normen forciert, als dass diese neu geschrieben werden mussten.
„Gesundheit am Arbeitsplatz bedeutet natürlich seit jeher mehr als Hygienekonzepte und der Schutz vor übertragbaren Krankheiten. Wer Healthy Offices auf Gebäudetechnik, Luftqualität und Bewegungsradien beschränkt, limitiert den Begriff und beraubt sich der Möglichkeiten und Chancen. Die Raumgestaltung hat ebenso einen maßgeblichen Einfluss darauf, ob sich die Mitarbeiter darin gesund fühlen und gesund entfalten können.
Nur geringer Unterschied zu bestehenden DIN- und ASR-Vorgaben
Wer sich bei der Bürokonzeption bereits im Vorfeld an die Richtlinien für Arbeitsstätten gehalten hat, wird mit den neuen Hygiene- und Sicherheitsstandards durch Corona kaum Schwierigkeiten haben. Diese unterscheiden sich kaum von den DIN- oder ASR-Vorgaben für den Flächenbedarf im Büro. Auch wir mussten unsere Schreibtischplätze nur etwas entzerren. Die größere Herausforderung steckt in den Gemeinschaftsflächen wie den dienenden Räumen (Toiletten, Waschräume, etc), Teeküchen, den Team- und Konferenzräumen. Diese sind heute tendenziell zu klein, um Abstandsregeln einzuhalten. Im Zuge von New Work steigt der Bedarf an gemeinsam genutzten Flächen ohnehin. Das ist ein Trend, den wir schon seit Jahren beobachten. Nur wurde dem nicht in dem Umfang entsprochen, wie es nötig gewesen wäre. Die Pandemie unterstreicht jetzt nur noch einmal die Dringlichkeit.“
Münchens erstes Post-Corona-Office: Eigenes Büro als Blaupause 
Das Münchner Beratungs- und Architekturunternehmen zeigt mit seinem eigenen Büro im Münchner Werksviertel ein Modell als Blaupause für alle Unternehmen. Timo Brehme: „Mitarbeiter in einem gesunden Arbeitsumfeld sind der Schlüssel für eine gesunde Wirtschaft“. Und diesem Grundsatz folgend bietet das Büro der Zukunft nicht nur mehr Raum gerade für jeden einzelnen Mitarbeiter, sondern Flexibilität in räumlicher wie personeller Hinsicht. Stichwort „Wechselarbeitsplätze“. Während Mitarbeiter beispielsweise konzentrierte Schreibarbeiten an mehreren Tagen in der Woche im Homeoffice erledigen können, spielen sich Besprechungen und Kreativmeetings in großzügig gestalteten Teamräumen ab. Zusätzlich zu diesen Orten der Begegnung gibt es nach Vorstellung der Münchner auch Rückzugsräume für den Einzelnen. Dabei helfen flexible Raumtrenner und Einrichtungen, die die Möglichkeit des Social Distancing‘s sinnstiftend auffangen. Ergänzt wird dieser Trend zwischen Wechselarbeitsplätzen und Kommunikationsräumen durch die Neuorganisation gemeinschaftlich genutzter Flächen etwa mit Wegweisern und Abstandsmarkierungen. Und auch im Unsichtbaren umfasst Münchens erstes Post-Corona-Office bei CSMM unzählige Besonderheiten, die in einem Kriterienkatalog festgelegt sind.
Foto: CSMM Büro München / Fotografin: Eva Jünger
Hub & Home«-Ansatz
Zentrales Element der CSMM-Flächen ist der Hub & Home-Ansatz. Timo Brehme: „Ein Hub definiert einen zentralen Ort, an dem Verbindungen zusammenlaufen und neue Richtungen eingeschlagen werden können. Wir haben in unseren Arbeitsräumen einen Knotenpunkt geschaffen, der als Drehscheibe für Kommunikation, Kreativität und Austausch funktioniert, um mit unseren Kunden an den vielen Projekten rund um die Büroimmobilie kreativ und erfolgreich arbeiten zu können. Den Begriff Hub & Home verdanken wir übrigens unserer Kooperation mit dem ISF – Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung in München.“
Die Loft-Fläche im WERK3, auf der in früheren Zeiten »Pfanni-Knödel« produziert wurden, verwandelten die Architekten in einen Vorzeigeraum des Neuen Arbeitens, in der unterschiedliche Raumszenarien individuelle Arbeitsweisen unterstützen. Die Bürolandschaft dort ist flexibel gestaltet, so dass die Anzahl der Arbeitsplätze ohne Umbauten variieren kann. Sensortechnik und LED-Beleuchtung sparen Energie. Arbeitsflächen und Kommunikationsbereiche sind Schreineranfertigungen aus heimischen Hölzern: gebürstete Eiche und speziell beschichtete Arbeitsplatten. Die Schrankwände sind beschreibbar und dienen als Präsentationsfläche. Handgeknüpfte Teppiche und stoffbezogene Pinnwände verbessern die Akustik, sind schön und funktional.
M.O.O.CON ist eine Unternehmensberatung für identitätsstiftende und nachhaltige Gebäude, Prozesse und Arbeitswelten mit Standorten in Wien, Frankfurt, Hamburg, München und Waidhofen in Niederösterreich. Die Infrastrukturgestaltung betrachtet M.O.O.CON als ein wirkungsvolles Managementinstrument, das maßgeblichen Anteil am wirtschaftlichen, kulturellen, strukturellen und sozialen Erfolg von Organisationen hat.

Gefühl von Sicherheit erzeugen

Ein Jahr Pandemie, ist man bei M.O.O.CON überzeugt, habe uns alle besonders darauf sensibilisiert, eine Virusinfektion möglichst zu vermeiden – im privaten wie auch im beruflichen Bereich. Für Unternehmen mit Bürostandorten sei es essenziell, auch nach der Pandemie das Thema physische Gesundheit der Mitarbeitenden nicht aus den Augen zu verlieren. Es gelte ein Gefühl von Sicherheit zu erzeugen und für ein möglichst geringes Infektionsrisiko im Büro zu sorgen. Sarah Leuchtenmüller, Consultant bei M.O.O.CON, beschreibt ausführlich mögliche Infektionswege im Büro und erläutert anhand von konkreten Handlungsempfehlungen detailliert, wie man das Infektionsrisiko im Büro gering hält.
Der Weg des Virus
Wir atmen, sprechen, niesen und husten. Dabei stoßen wir kontinuierlich Partikel aus. Sind wir infiziert, können diese Partikel Viren oder Bakterien enthalten. Durch die Aufnahme dieser Partikel über unsere empfindlichen Zellen an Schleim- und Bindehäuten kann es schließlich zu einer Infektion kommen.
- Schmierinfektion (über Oberflächen)
Die ausgestoßenen Partikel können sich auf Oberflächen wie Handflächen, Türklinken, Tischen, etc. absetzen, von wo aus sie ihren weiteren Weg nehmen.
Eine Schmierinfektion über Oberflächen kann relativ einfach durch Händewaschen, Desinfektion und der täglichen Reinigung von berührungsintensiven Oberflächen vermieden werden.
- Tröpfcheninfektion (über die Luft)
Der Infektionsweg über die Luft ist etwas komplexer und schwieriger zu kontrollieren. Als Hauptübertragungsweg von Covid-19 haben wir diesen im letzten Jahr besonders gut kennengelernt.
- Größere ausgestoßene Partikel (Tröpfchen) können mehrere Viren oder Bakterien enthalten, sinken aber schnell zu Boden. Ein Sicherheitsabstand zueinander schützt also vor diesen größeren Tröpfchen.
- Kleinere Partikel (Aerosole) enthalten zwar weniger Viren oder Bakterien, können sich aber aufgrund ihres geringen Gewichts im gesamten Raum verteilen.
Es gibt keine „one fits all“-Lösung
Um den Infektionsweg über Aerosole in der Luft möglichst auszuschließen, kann an mehreren Stellschrauben gedreht werden. Wichtig ist dabei, auf die jeweilige Raum- und Nutzungssituation einzugehen. Eine „one fits all“-Lösung gibt es nicht.
Mehrere Einflussfaktoren sind zu betrachten:
- Neubau oder Bestand
- Lüftungsanlage oder Fensterlüftung
- Raumstruktur
- Luftvolumen
- Personenanzahl
- Aufenthaltsdauer
- Tätigkeit (Kommunikationsform und -dauer)
Szenario 1: Im Bestandsgebäude ohne Lüftungsanlage
Ist keine Lüftungsanlage vorhanden, die den Luftaustausch im Raum kontrolliert, müssen RaumnutzerInnen durch das Öffnen von Fenstern für frische Luft sorgen. Sogenannte Lüftungsampeln können helfen, zur richtigen Zeit an das Lüften erinnert zu werden. Sie schlagen an, wenn die Aerosolkonzentration zu hoch wird.
Szenario 2: Im Neubau mit Lüftungsanlage
Beim Planen eines Neubaus sollte das gesamte Gebäude in das Lüftungskonzept miteinbezogen werden. Die Fragen, die man sich stellen sollte sind:
- Wo werden sich mehrere Menschen gleichzeitig aufhalten? Zum Beispiel Eingangsbereiche oder Verkehrswege.
- Wo wird voraussichtlich miteinander gesprochen? Meetingräume, Lounge- und Cafébereiche, etc.
- Wo wird es eventuell besonders eng? Aufzugsvorräume, Teeküchen?
Konzeptionierung der Lüftungsanlage
Folgende Details sind zu berücksichtigen:
- Die Frischluftzufuhr muss zu 100 Prozent von außen kommen.
- Es braucht eine klare Trennung zwischen Zu- und Abluft.
- Der Luftwechselrate kommt eine besondere Bedeutung zu. Sie gibt an, wie oft das gesamte Luftvolumen eines Raumes innerhalb einer Stunde ausgetauscht wird und ist an die Raumgröße, die prognostizierte Personenanzahl, die Tätigkeit und die Aufenthaltsdauer anzupassen.
- Der Einsatz von Volumenstromregler (sorgt für die automatische Anpassung der Luftwechselrate) ist vor allem in kommunikations- und bewegungsintensiven Räumen oder Räumen mit starken Schwankungen in der Nutzungsdauer und Personenanzahl sinnvoll.
- Natürliche Luftströmungsrichtung sind zu unterstützen. Das heißt die Zuluft wäre im Boden zu verankern, die Abluft in der Decke.
- Es sollte auf möglichst kurze Wege zwischen Zu- und Abluft (direkte Absaugung, keine Verteilung der Luftmassen im Raum) geachtet werden.
- Möglichst alle Räume und Flächen sollten an die Lüftungsanlage angeschlossen werden – auch Mittelzonen und Fokusboxen beispielsweise.
Für pro office hat sich gezeigt, dass herkömmliche Bürokonzepte den Anforderungen der  Pandemie in vielen Fällen nicht mehr gerecht werden können.
Wo immer es möglich war, wurden die Mitarbeitenden ins Home Office versetzt. Viele Büroflächen waren während des Lockdowns ganz oder nahezu vollständig verwaist. In Zukunft müssen Bürokonzepte daher neu gedacht werden. Der Schutz der Gesundheit erhält einen neuen Stellenwert und wird integrativer Bestandteil einer jeden Planung. Der Anteil an Heimarbeit steigt und damit auch die Anforderungen an flexibel einsetzbare Möbel im Büro. Es gilt, neue Wege der Kollaboration zu entwickeln, welche die digitale, als auch Face-to-Face Kommunikation zulassen und gleichermaßen unterstützen. Zudem erhält das Büro eine stärkere Bedeutung als Zentrum gelebter Unternehmenskultur und kollegialer Gemeinschaft. Wirksame Räume verkörpern diesen Anspruch gleichermaßen nach innen und außen.

Wie könnte Rückkehr ins Office aussehen?

Nachdem Remote-Work mittlerweile gelernt und alltäglich geworden ist, stellt sich für pro office die Frage, wie für Arbeitnehmerinnen eine Rückkehr in das Office konkret aussehen kann und ob es Tools gibt, die ihnen das Arbeitsleben erleichtern. Ein Hersteller, der den durch die Pandemie nötig gewordenen neuen Anforderungen gerecht werden könne, sei etwa WINI Mein Büro mit seiner GoBright Technologie, ein in die Tischsysteme integriertes Buchungssystem, das es den Mitarbeitern ermöglicht, benötigte Arbeitsorte in modernen Büroflächen schnell und unkompliziert zu buchen.
Freie Plätze mit GoBright Technologie verwalten?
Das reduziert einerseits Stress, der auf Psyche und Gesundheit schlägt, und sorgt andererseits für einen effizienten und flexiblen Workflow. Ein Plus in Sachen Wohlbefinden. Die pro office Düsseldorf und Mönchengladbach Geschäftsführer Dietmar Dimmer und Thomas Brühl sind sich einig: „Mit der neuen GoBright Technologie können Arbeitsplätze innerhalb des Unternehmens schnell gefunden, gebucht und verwaltet werden. Das GoBright Control-Panel ist in die Tischsysteme von WINI integrierbar und kompatibel mit der Linak-Steuerung der Steh-/Sitz-Tische ist. Verschiedene Farb-Codes zeigen an, in welcher Nutzungssituation sich ein Tisch befindet. Beispielsweise bedeutet grün, dass der Tisch frei ist. Rot kennzeichnet, dass der Nutzer eingecheckt hat. Ein weiterer Vorteil: Wurde ein Raum benutzt, wird dem Reinigungspersonal angezeigt, den Raum zu reinigen. Gerade in dieser Pandemie-Zeit ein wichtiger Aspekt.“, so Dietmar Dimmer.
Geschäftsführer Thomas Brühl zeigt sich ebenfalls angetan von diesem Konzept und will dieses verstärkt seinen Kunden im Rahmen der Raumkonzeption- und Gestaltung vorschlagen: „Unternehmen können diese innovative Technologie optimal in ihr Hygiene-Konzept integrieren, denn „GoBright“ gewährleistet - neben vielen weiteren Vorteilen - vor allem eine COVID-19-sichere Tischnutzung“.
Foto: GoBright / pro office
Konzepte wie dieses könnten gleichermaßen für Unternehmen und seine Mitarbeiterinnen ein echter Mehrwert auf dem Weg in eine zukunftsorientierte Arbeitswelt sein.

Den Menschen als soziales Wesen nicht aus dem Blick verlieren

Bei allen technischen Innovationen und Maßnahmen als Reaktion auf die Pandemie dürfe nach der Überzeugung von CSMM-Geschäftsführer Timo Brehme, nicht die mentale Gesundheit des Einzelnen außer Acht gelassen werden.
So bedeutend Hygienestandards und bauliche Maßnahmen für sich genommen auch sein mögen, mentale und psychologische Komponenten sind mindestens genauso wichtig, langfristig sogar wichtiger, ist Timo Brehme überzeugt. Gerade um wettbewerbsfähig zu sein, sollten neue Innovationsräume geschaffen werden.
„Der Mensch als soziales Wesen sehnt sich in der Arbeitswelt nach einem Ort, der Identifikation stiftet. Eine inspirierende Arbeitsumgebung dient als emotionales Bindemittel ans Unternehmen und steigert das Wohlbefinden – und damit indirekt natürlich auch die Gesundheit.“
Mit zunehmender Dauer der Pandemie sehnen sich die Menschen nach dem Büro zurück. Die Unternehmen planen für die Zukunft weiter mit Büroflächen – jedoch in neuem Gewand und mit neuen Ansprüchen an die Arbeitswelt. Wenn heute keine Maßnahmen ergriffen werden, um die Gesundheit bei der Arbeit zu schützen, egal ob zu Hause oder im Büro, werden die Menschen in Zukunft massive Probleme bekommen. Unzureichende Arbeitsbedingungen, ungeeignete Ausrüstung und der Druck, länger von zu Hause aus zu arbeiten, werden sich langfristig sowohl auf die geistige als auch auf die körperliche Gesundheit negativ auswirken.
Foto: CSMM Büro München / Fotografin: Eva Jünger
Das „Healthy Office“ muss immer auch Mental Health mitdenken
In der heutigen Zeit sei es besonders wichtig, dass Arbeitgeber sowohl die physischen als auch die emotionalen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter erkannten. Die Unternehmen sollten über das Büro hinausgehen und eine Arbeitsumgebung schaffen, die flexibel und unterstützend für alle Arbeitsweisen ist. CSMM hatte bereits zu Beginn der neuen Dekade (also zu einem Zeitpunkt, an dem es in einer Quizsendung im TV zu einigem Wohlstand gebracht hätte, wer Begriffe wie Covid und Corona korrekt einzuordnen vermocht hätte) das Ende des klassischen Büros prognostiziert und einen fundamentalen Wandel vom Notwendigkeits- hin zum sogenannten Möglichkeitsraum gefordert. Zu einer Vision vom neuen Arbeiten, die mehr Platz für Empathie, Kreativität und Erfindergeist bietet. Gerade um wettbewerbsfähig zu sein, stellt Timo Brehme fest, sollten neue Innovationsräume geschaffen werden.
Das Schlusswort zum Thema Healthy Office in Zeiten von Corona bleibt Sarah Leuchtenmüllers, M.O.O.CON, Wien, vorbehalten und ist ein Appell an die Eigenverantwortung des Individuums.

Unser Verhalten ist der größte Hebel

Neben all den technisch möglichen Maßnahmen ist schlussendlich immer noch unser Verhalten der größte Hebel zur Minimierung eines Infektionsrisikos. Organisatorische und kulturelle Maßnahmen sind daher genauso entscheidend. Bleiben kranke KollegInnen zuhause und sind Hygiene, wie zum Beispiel regelmäßiges Händewaschen und ein durchdachter Reinigungsplan, etabliert, können bereits viele Gefahrenpotenziale ausgeschaltet werden.
Für den Fall einer erhöhten Virenlast in der Bevölkerung (Pandemie, Epidemie, aber auch Grippezeit o.a.), empfehlen wir ein Konzept zum schnellen Hochfahren von Maßnahmen zu entwickeln. Es kann bei Bedarf dann einfach aus der Schublade gezogen werden, enthält Verhaltensregeln (Maske, Abstand, Zuhause bleiben) und Teststrategien und regelt den „remote“-Bürobetrieb.
Foto: Steelcase
Zum Teil 1 der Serie "Wege zum Healthy Workplace" geht es hier: Haltung und Bewegung, Farben und Biophilic Design.