Stampsy, Moskau

Steckbrief

Ort:
Moskau, Russland
Kunde:
Stampsy
Branche:
Medien
Fertigstellungsjahr:
2014
Größe:
400 m²
Experten:
Archiproba Studios (Interior Design)

Die fürsorgliche Verschmelzung von Alt und Neu in einem Werk aus Komsomol-Zeiten.

Das Moskauer Büro von IO und Stampsy befindet sich in einer Halle, die einst ein Versammlungsraum des Zentralkomitees des kommunistischen Jugendverbandes Komsomol war. 

Bis 1991 hatte die Komsomol-Verwaltung ihren Sitz in dem Gebäude, durchzeichnet mit ausgeprägten Merkmalen in der Bauweise. Der Co-Working Bereich des Unternehmens befindet sich im Sitzungssaal. Bevor dieser dort entstand, war der gesamte Raum in winzige Büros unterteilt, die jeweils die Größe einer Telefonzelle hatten. Die Wände waren mit Holzpaneelen geschmückt, was einen erkennbaren Stil der sowjetischen Büros der 1970er Jahre darstellte.

Zwei Schichten der abgehängten Decken, versteckten ursprüngliche Lampen und Lampenschirme aus dem Werk "Integral" aus Minsk im Jahr 1978. Es war ein echtes Juwel. Die Aufgabe der Architekten war es, mit minimalem Aufwand den Raum wieder in seine ursprüngliche Lage zurückzubringen, sowie ursprüngliche Texturen und Innenelemente teilweise zu erhalten.

Die Lampenschirme wurden an Kabeln aufgehängt, während die Holzpaneele, das Mauerwerk und das Parkett sorgfältig restauriert wurden. Neue Elemente wurden fürsorglich mit alten gemischt. Die Arbeitstische, die Kücheninsel und das Lagersystem wurden auf Basis von Architektenskizzen auf Bestellung gefertigt. Ein anderer Teil der Möbel ist Vintage, das meiste davon wurde unter anderem in der Feuertreppe gefunden. Es beinhaltete zum Beispiel einen Kofod Larser Stuhl, der in den 1970er Jahren entworfen wurde.

Eine bedeutsame Inspirationsquelle für beide Teams ist ein neonfarben beleuchtetes Zitat des Philosophen Ludwig Wittgenstein: „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.“

Credits:

Design: Archiproba Studios

Architektin: Tamara Moradova

Photographer: Olya Eichenbaum